Kolumbien: Umweltministerium will Naturschutzzone in rohstoffreichem Gebiet schaffen

Wie das Umweltministerium in Kolumbien kürzlich mitteilte, plant man in der nördlich gelegenen und rohstoffenreichen Provinz Santander ein Naturschutzgebiet mit einer Fläche von ca. 12.000 Hektar anzulegen. Dieses Vorhaben schließt künftig jegliche Rohstoffförderung aus. Das kanadische Unternehmen Eco Oro Minerals Corp. ging bis heute davon aus, dass sie dort in der Zukunft Gold und Silber fördern könnten. Die Opposition der lokalen Behörden, der Generalinspekteur des Landes und Umweltgruppen sind allerdings der Meinung, dass das Vorhaben von Eco Oro (früher als Greystar Res. bekannt), das empfindliche Ökosystem der Anden stören würde. Eco Oro konnte bis zum jetzigen Zeitpunkt hierzu noch nicht befragt werden.

Kritiker behaupten außerdem, dass der Bergbau in Santurban (sogenannter Paramo-Bereich), das Quellwasser der Flüsse verschmutzen würde und die Wasserversorgung für 2.2 Millionen Einwohner Kolumbiens dadurch gefährdet sei. Das Unternehmen hatte aber diese Bedenken bereits zurückgewiesen und agumentiert, daß ihr Vorhaben dort keine Gefahr für die Umwelt darstelle.

Nach einer vorläufigen Studie befinden sich auf der Angostura Liegenschaft Rund 10,2 Millionen Unzen Gold in der gemessenen und angezeigten Kategorie und 3,4 Millionen Unzen Gold in der abgeleiteten Kategorie. Weiters sind zusätzlich noch 74 Millionen Unzen Silber an Reserven und Ressourcen im Boden.

Kolumbien ist allgemein als ein sehr minenfreundliches Land bekannt, denkt aber auch an den Schutz der Bevölkerung und zeigt damit, dass wirtschaftlicher Fortschritt nicht zu Lasten der Bevölkerung gehen darf.

Es wird nun ein schwieriger bis nahezu unbeschreitbarer Weg für Eco Oro, die Behörden davon zu überzeugen, dass die Umwelt durch den Abbau nicht gefährdet wird.

Wir werden jedenfalls weiterhin beobachten, ob in dieser Sache bereits das letzte Wort gesprochen wurde, oder ob es doch noch zu einer Annäherung zwischen dem Minenunternehmen und den Behörden kommen kann. Schon alleine deswegen, da dies auch in anderen Regionen durchaus entstehen könnte und somit Kolumbiens Bergbaubranche auf den Kopf stellen würde.

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