Bergbau: Die Länderrisiken-Statistik 2013

Auch 2013 sind Bergbaugesellschaften weltweit einer Vielzahl von Risiken ausgesetzt, die nicht direkt mit ihrer operativen Arbeit in Zusammenhang stehen. Dies belegt der zum fünften Mal von Maplecroft publizierte "Political Risk Atlas". Weltweit werden darin 197 Staaten untersucht, 50 Risikofaktoren werden unter die Lupe genommen. Dies reicht von politischer Instabilität über Terrorgefahr bis hin zu höheren Gebühren und Steuern durch staatliche Stellen oder Verstaatlichung von Unternehmen.

21 Länder sind laut dieser Gesamtstatistik insgesamt als "extrem risikoreich" einzustufen. Wenig überraschend liegt dabei an erster Stelle Somalia, wo ein wirkliches Staatswesen nicht existiert. Den zweiten Platz nimmt die rohstoffreiche Demokratische Republik Kongo ein. Hier gibt es eine Vielzahl von Rebellengruppen, als Einheit ist das Land nicht anzusehen. Auf dem dritten Platz folgt mit dem Sudan ein weiteres afrikanisches Land, bevor auf Rang 4 mit Afghanistan erstmals Asien vertreten ist. Myanmar, der Irak und Libyen folgen auf den Plätzen.

Ein sehr geringes Risiko für den Bergbau sehen die britischen Experten in vielen Ländern Europas, in den USA und Kanada, Chile, Uruguay, Australien, Neuseeland, Südkorea und Japan. Zentralafrika und der Mittlere Osten gelten hingegen als besonders gefährdet.

In der Rubrik "Terror" wird die Türkei als extrem risikoreich angesehen. Die Attacken der PKK haben dem Land großen Schaden zugefügt. Auch viele Schwellenländer werden vom Terror bedroht, der den Aufschwung stoppen könnte. Genannt werden unter anderem Nigeria, die Philippinen, Kolumbien, Thailand, Indien und auch Russland.

Eine Umkehr der Bergbaupolitik eines Landes könnte ebenfalls durch einen Putsch, einen Sturz der herrschenden Regierung ausgelöst werden. Die höchsten Risiken für einen Regimewechsel sehen die Experten im afrikanischen Guinea Bissau, in Zimbabwe, Syrien und Madagaskar. Doch auch Pakistan, Kenia und Turkmenistan tauchen in dieser Teilstatistik weit vorne auf.

Verstaatlichungen sind für Maplecroft ebenfalls ein großes Risiko im Jahr 2013. Man verweist auf das Beispiel YPF in Argentinien. Insgesamt 21 Länder gelten in dieser Hinsicht als besonders risikoreich. Dazu zählen erneut der Kongo, Libyen, Venezuela, Angola und auch Bolivien.

Für Investoren ergeben sich daraus sehr wertvolle Hinweise hinsichtlich der Sicherheit von Bergbauprojekten in verschiedenen Ländern, die in eine Bewertung immer mit einfließen sollten. Aktienkurse von Rohstoffunternehmen können aufgrund der genannten Risiken, sofern sich diese tatsächlich realisieren, starken Schwankungen unterworfen sein. Zudem berücksichtigen die Marktakteure derartige Risiken oftmals mit Abschlägen bei der Bewertung eines Unternehmens.

Quelle: http://maplecroft.com/about/news/pra_2013.html

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