Die jüngste Konsolidierung beim Goldpreis hat bei einigen Anlegern die Angst vor einem Ende der Aufwärtsbewegung geschürt. Doch das scheint übertrieben. Nach einer Rallye von 1.527 Dollar auf 1.796 Dollar ist der jüngste Kursrückschlag in den Bereich der breiten Unterstützungszone um 1.720 Dollar kein Beinbruch, sondern eher als normale Beruhigung des Marktes anzusehen. Eine Trendwende nach unten in übergeordneter Qualität ist bisher nicht zu sehen, aus charttechnischer Sicht spricht derzeit alles für eine typische Konsolidierung. Zur Panik besteht also kein Anlass.

Viele Experten glauben ohnehin nicht, dass die Feinunze Gold bereits ihre Höchststände gesehen hat. Die Analysten der HSBC gehen zum Beispiel davon aus, dass der Goldpreis noch im laufenden Jahr nahe an sein Allzeithoch heran kommen wird. Die Topmarke ist bei 1.921 Dollar notiert, womit die Feinunze in der nächsten Zeit mit dem Anstieg über das wichtige charttechnische Hindernis bei 1.803 Dollar ein Kaufsignal generieren müsste. Kommt es zu dieser Entwicklung, wäre die aktuelle Konsolidierung eine Kaufgelegenheit bei der Feinunze.

Dies umso mehr, als viele Experten auch für 2013 weitere Kursgewinne des Edelmetalls erwarten. HSBC rechnet auf Basis einer soliden Nachfrage durch Investoren und vor dem Hintergrund unter anderem der expansiven Politik vieler Notenbanken mit neuen Rekordkursen für das Gold. Die Preisspanne für 2013, die die Experten angeben, endet nach oben hin bei 2.000 Dollar. Damit gehört HSBC nicht einmal zum Lager der Superbullen, im Gegenteil: Weitaus höhere Preisziele für 2013 waren jüngst zu vernehmen.