Die aktuell weiter hohen Goldpreise haben sich nicht angemessen in den Aktienkursen von Goldförderern und Explorern niedergeschlagen. Diese haben die Rallye nicht in der Form mitgemacht wie der Goldpreis. Entsprechend halten Experten den Einstieg in Goldaktien auf dem derzeitigen Niveau für eine ausgezeichnete Möglichkeit. John Embry, Experte bei Sprott Asset Management, glaubt, dass die Gelegenheit derzeit besser als je zuvor ist. Die Perspektiven beim Goldpreis sollten sich auch in den Anteilsscheinen der Bergwerksunternehmen niederschlagen. Vor allem Junioraktien und reifere Explorer haben es ihm angetan, diese sind zuletzt besonders unter die Räder gekommen. Entsprechend sind sie jetzt deutlich günstiger als die Papiere der großen Goldkonzerne.

Man sollte jedoch nicht alles auf eine Karte setzen. Für Embry gehören in ein Goldportfolio verschiedene Komponenten. Am liebsten hat er echtes Gold vor sich liegen. Sollte dies nicht möglich sein, sollte man so investieren, dass man den Goldbesitz zumindest verbrieft hat. Auch auf die großen Konzerne sollte man setzen. Diese erzeugen zwar wahrscheinlich nicht mehr die ganz große Kursexplosion, doch sie sind in der Zukunft ausgezeichnete Dividendenlieferanten. Gemischt werden sollte das Portfolio dann mit Juniors.

Doch hier rät Embry dazu, diese Arbeit Profis zu überlassen. Der Durchschnittsanleger könnte die falschen Schlüsse ziehen, Fondsprofis sind darin erfahrener. Wer dennoch auf die eigene Nase setzen will, sollte vier Aspekte berücksichtigen. Die Juniors benötigen ein sehr gutes und erfahrenes Management. Außerdem sollte ein vernünftiger Erzkörper im Boden sein. Die geopolitische Lage sollte sicher sein, um keine Abenteuer zu erleben. Letztlich muss die Company auch in der Lage sein, sich zu finanzieren. Wenn all diese Punkte vorhanden sind, kann sich die Aktie entsprechend gut entwickeln.