Möglicher Favoritenwechsel: Sind die Basismetalle jetzt an der Reihe?

EZB-Chef Mario Draghi hat Ende Juli mit seinen Äußerungen zur Euro-Rettung den Trend an den Rohstoffmärkten gedreht. Viele Preise sind in die Höhe geschossen – die einen mehr, die anderen weniger. Den Goldpreis zum Beispiel hat es an den Widerstand um die 1.800er-Region verschlagen, er liegt nur noch ein charttechnisches Kaufsignal vom Top bei 1.921 Dollar entfernt. Doch am Markt gibt es Stimmen, die nach einigen Wochen der Rallye einen Favoritenwechsel am Rohstoffmarkt erwarten.

Das hat mit der Schnelligkeit der Finanzmärkte und dem "time lag" der realen Wirtschaft in der Reaktion auf Veränderungen zu tun. Draghis Äußerungen und die Ankündigung der US-Notebank Fed, die Politik des "Quantitative Easing" weiter zu verfolgen, werden als eine solche Zäsur gewertet, die das Vertrauen hat steigen lassen. Die Märkte reagieren auf solche Neuigkeiten unmittelbar, Verbraucher und Unternehmen brauchen für ihre Konsum- und Investitionsentscheidungen dagegen Zeit. Das ist der Grund hinter der Kursrallye am Rohstoff- und Aktienmarkt. Das ist aber auch der Grund, warum dieser erste, psychologische Effekt langsam verblasst und den harten wirtschaftlichen Fakten Platz machen könnte.

Die Experten der ING gehen davon aus, dass es in den USA erste Anzeichen einer Erholung gebe. Noch aber unterstreichen keine harten Fakten dieses Szenario. Stellt sich die Erholung jedoch als Realität heraus, wären vor allem konjunktursensible Rohstoffe die Profiteure. Dann könnten Bodenschätze wie Eisenerz, Kohle oder Kupfer stärker in den Fokus rücken. Gerade Kupfer favorisieren die ING-Experten. Der Grund dahinter sind geringe Lagerbestände des Metalls in China, während das Land zugleich in der nächsten Zeit umfangreiche Infrastrukturprojekte anstoßen dürfte.

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