Es sind keine guten Nachrichten, die da aus Japan für den Nickel-Markt kommen. Der japanische Konzern Sumitomo Metal Mining geht davon aus, dass sich das Überangebot an Nickel im kommenden Jahr weiter vergrößern wird. Die hinzu kommende Produktion aus neuen Bergwerken werde größer als der Anstieg der Nachfrage ausfallen, glaubt Japans wichtigster Produzent.

Der Überschuss beim Angebot soll damit auf ein neues Mehrjahreshoch klettern. Von 22.000 Tonnen im vergangenen Jahr soll sich das Überangebot über 40.000 Tonnen im laufenden Jahr auf 60.000 Tonnen im Jahr 2013 erhöhen. Binnen zwei Jahren hätte sich das Ungleichgewicht am Markt damit beinahe verdreifacht.

Dass die Nachfrage nicht Schritt hält, liegt allerdings nicht nur an neuen Bergwerksprojekten im Nickel-Sektor wie Ambatovy auf Madagaskar oder Koniambo in Neukaledonien – auf der Inselgruppe im Pazifik finden sich größere Anteile der weltweiten Nickelreserven. Die Nachfrage entwickelt sich angesichts der kriselnden Weltwirtschaft in den meisten Ländern rückläufig. Eine Ausnahme hiervon ist China, für das Land wird ein neuer Nickel-Importrekord erwartet. Doch das schwächer werdende Wirtschaftswachstum in dem asiatischen Boomland beeinträchtigt die Stahlnachfrage und damit auch den Nickel-Bedarf: Das Metall wird vor allem für Stahllegierungen genutzt.