Südafrika: Die Kosten laufen davon

Die Kosten für den Bergbau in Südafrika steigen immer weiter an. Derzeit werden die starken Erhöhungen noch durch hohe Rohstoffpreise kompensiert, doch dies muss kein Szenario für die Zukunft sein. Sowohl die Personalkosten als auch die Energiekosten treiben den Verantwortlichen Sorgenfalten auf die Stirn. Allein die Energiekosten sind innerhalb eines Jahres um fast 17 Prozent angestiegen. Beim Goldproduzenten Gold Fields sind die Gesamtkosten in zwölf Monaten um 9 Prozent nach oben gegangen. Experten schätzen, dass etwa die Hälfte der Kosten in der südafrikanischen Bergbauindustrie auf Personalkosten zurückzuführen ist.
Hier durchlebt die Branche derzeit einen Albtraum. Noch immer streiken viele Arbeiter, um höhere Löhne durchzusetzen. Würde man die immer wieder geforderten 12.500 Rand je Monat zahlen, würden sich die Personalkosten bei Gold Fields um 8 Prozent erhöhen. Dabei würde noch nicht einmal die Hälfte der Beschäftigten der Gesellschaft von diesem Lohnplus profitieren. Die anderen Arbeiter sind in Bereichen beschäftigt, die nicht bestreikt werden. Würden auch diese entsprechende Forderungen stellen, würde sich das Personalbudget um mehr als 15 Prozent erhöhen.
Hier zeigt sich ein Nachteil der südafrikanischen Bergbaubranche im Vergleich zu europäischen oder amerikanischen Bergbauunternehmen. Der Bergbau in Südafrika setzt auf Menschen. Bisher waren Arbeiter ein billiges Gut, es gab und gibt viele Fremdarbeiter aus anderen Staaten des südlichen Afrikas. Doch die Menschen wissen ihre Arbeit inzwischen besser einzuschätzen, sie wollen ihre oft kargen Lebensumstände verbessern und fordern deshalb mehr Geld. Dies lässt das Budget immer weiter ansteigen. In Nordamerika und Europa liegen die Löhne teils um ein Mehrfaches höher. Doch gleichzeitig gibt es sehr viel weniger Arbeiter und Angestellte in den Minen. Man setzt auf moderne Technik statt auf Menschenkraft. Dies entlastet die Budgets und macht die Förderung günstiger. Ob und wie Südafrika einen solchen Weg jedoch beschreiten kann, ist offen.

Mit unserem kostenlosen Newsletter bleiben Sie stets zu interessanten Rohstoffthemen und Minenfirmen auf dem neuesten Stand. Verpassen Sie keine Marktkommentare und Hintergrundberichte zu spannenden Metallen mehr.

Mit dem Absenden bestätigen Sie, dass Sie unseren Disclaimer / AGB, unsere Datenschutzerklärung und Informationsvertragsbedingungen gelesen haben und akzeptieren.
Sie haben es fast geschafft!

Öffnen Sie Ihr Email Programm (eventuell den Spam Ordner prüfen) und klicken Sie in der Email mit dem Betreff: "Miningscout: Bitte Anmeldung bestätigen" auf den Bestätigungslink.

Fügen Sie info@miningscout.de als Kontakt in Ihrem Email-Programm hinzu, damit unser Newsletter nicht aus Versehen als Spam markiert wird.