In Burkina Faso steht die Bergwerksbranche vor einem deutlichen Wachstum – wenn auch auf derzeit niedrigem Niveau. In dem armen und hoch verschuldeten afrikanischen Binnenstaat sollen in den kommenden Jahren nicht weniger als sieben neue Minen eröffnen. Mit den neuen Aktivitäten wird sich der Anteil der Bergwerksbranche am Bruttoinlandsprodukt deutlich erhöhen. Dieses betrug 2011 rund 10,2 Milliarden Dollar, zeigt aber klare Wachstumstendenzen.

Ein neues Minengesetz, das in Burkina Faso Ende des Jahres verabschiedet werden dürfte, soll sowohl dem Staat als auch den Rohstoffförderern Vorteile verschaffen. Doch alles in allem muss dahinter noch ein Fragezeichen gesetzt werden. Denn das in Aussicht stehende Wachstum der Bergwerksbranche weckt bei Politikern natürlich die Motivation, die Einnahmen aus diesem Sektor zu erhöhen, erst recht aufgrund der desolaten finanziellen Lage des westafrikanischen Staates. So kündigt der zuständige Minister Burkina Fasos, Salif Lamoussa Kabora, gegenüber Reuters einige Änderungen in der Steuergesetzgebung an. In dem neuen Minengesetz ist zum Beispiel eine 20-prozentige Steuer auf Lizenzverkäufe eingebaut. Das schmälert die Aussichten vor allem für kleinere Companys, die in dem Land aktiv sind und meist nach der Entwicklung eines Projektes dieses an große Konzerne weiterverkaufen. Weitere Details zu den Steuerplänen bleiben bisher aber unbekannt.

Die Bergwerksbranche dürfte in Burkina Faso also weiterhin mit Herausforderungen konfrontiert sein. Neben der zurzeit noch unklaren Lage bei der neuen Gesetzgebung gehören dazu vor allem die Infrastruktur vor Ort.