Viel wird über die jüngsten Maßnahmen der US-Notenbank Fed diskutiert und geschrieben. Weitere Aktionen im Rahmen des „Quantitative Easing“ werden als wichtiger Kurstreiber für das Gold angesehen. So weit, so gut – und richtig. Doch es gibt weitere Metalle, auf die das kurstreibend wirken dürfte, wie zum Beispiel die Feinunze Silber. Die hat sich in den vergangenen Wochen, im Rallye-Marktumfeld bei Rohstoffen rund um die Notenbank-Spekulationen, deutlich besser entwickelt als der Goldpreis.

Die Maßnahmen der US-Notenbank, die für eine lange Zeit dem Markt „billiges Geld“ zur Verfügung stellen wird, zielen in erster Linie auf Stabilisierungen in der Wirtschaft. Während Gold vor allem durch mangelnde Anlagealternativen, Absicherungsbedarf und Inflationsangst bei Investoren profitieren wird, kommt beim konjunktursensiblen Silber ein harter Faktor hinzu: die Nachfrage aus der Wirtschaft. Doch auch das Interesse auf der Investmentseite wächst. So haben Silber-ETFs im laufenden Jahr laut Bloomberg ihre Bestände spürbar aufgestockt und liegen nicht mehr weit unter den Rekordwerten aus dem vergangenen Jahr.

Derweil zeigt der Blick auf die Charttechnik des Silbers, dass der Rallye, die Mitte August bei 27,51 Dollar Schwung aufnahm, etwas die Puste ausgegangen ist. Um 35 Dollar hat sich in den vergangenen Tagen eine höhere Hürde aufgebaut. Eine leichte Konsolidierung des Feinunzenpreises in Richtung 32/33 Dollar wäre durchaus gesund für die weitere Entwicklung.