Die westlichste Provinz Kanadas zeigte in den letzten Jahren einen sehr deutlichen Aufwärtstrend im Bergbau. Alleine in den ersten 7 Monaten des Jahres 2012 wurden vom Bergbauministerium über 11.000 Minenparzellen ( Claims ) frei gegeben. In die Erforschung nach Bodenschätzen wurden 2011 rd. $ 463 Mio. investiert, und für das laufende Jahr rechnet man mit zumindest einem ebenso hohen Wert. Noch höher fällt die Gegenüberstellung der Investitionen in Minen- und Produktionskonstruktionen aus. Wurden in den Minenaufbau 2010 noch rd. $ 1,25 Mrd. investiert, so betrug 2011 die Investitionshöhe bereits $ 2,94 Mrd. Eine gewaltige Steigerung um rd. 135%.

Dies spiegelt sich auch in den Beschäftigungszahlen deutlich wider. Über 9.000 Hydrologen, Geologen, Ingenieure und Financiers sind unter Vertrag. Insgesamt beschäftigt der Bergbausektor in British Columbia derzeit rd. 28.000 Menschen. Immerhin sind rd. 1.200 Bergbaugesellschaften in British Columbia , vornehmlich in der Region Vancouver, ansässig und aktiv.

Die veröffentlichte Jahresstatistik weist aus, dass Kohle mit 59% der Gesamthandelsbilanz aus dem Bergbau den größten Anteil hat und per 2011 rd. $ 5,2 Mrd. Umsatz erzielte. Dagegen wirken die im Jahre 2011 erzielten Fiskaleinnahmen aus der Goldproduktion mit rd. $ 154 Mio geradezu lächerlich. Durch die zunehmenden Aktivitäten im Goldbergbau erwarten die Behörden jedoch ein markantes Ansteigen der Einnahmen aus diesem Bereich. Dies erscheint auch deshalb schlüssig, da British Columbia über eine sehr große Anzahl ehemaliger und wegen der damaligen Goldpreise stillgelegten Minen verfügt, die aktuell nach und nach erforscht und für eine Wiedereröffnung vorbereitet werden.

Dieser Boom macht sich natürlich auch in der Wirtschaftsbilanz der Provinz bemerkbar. Das Wirtschaftseinkommen British Columbias hat sich in den letzten 8 Jahren auf $ 9,8 Mrd. ( Stand 2011 ) verdoppelt.

Die Mining association of British Columbia (MABC) berichtet über Steuereinnahmen aus dem Bergbausektor von über $ 805 Mio. für das Jahr 2011 und einer Steigerung gegenüber 2010 von rd. $ 114 Mio. PricewaterhouseCooopers summiert in einer Studie die Vorsteuergewinne der Minenunternehmen auf rd. $ 3,7 Mrd., ebenfalls eine leichte Steigerung gegenüber 2010.

Dies hat natürlich aus Auswirkungen auf die Versorgung. BC Hydro baut derzeit an Stromleitungen im Gegenwert von rd. einer halben Milliarde Dollar und das Energieunternehmen Altagas errichtet zur Zeit ein $ 730 Mio. teures Kraftwerk, um den gesteigerten Bedarf an Energie zu decken.

Neben Edelmetallen und Basismetallen sitzt British Columbia auch auf sehr großen Vorkommen des, wie sie selbst sagen, „grünen Goldes“, den Schmuckstein Jade. Seit geraumer Zeit produziert British Columbia rd. 3/4tel der Weltproduktion. So ist es nicht verwunderlich, dass chinesische und Unternehmen nicht nur Beteiligungen im Edelmetallsektor suchen, sondern auch wegen Jade intensiven Kontakt pflegen. Immerhin arbeiten in China über 300.000 Menschen in der Jadeschmuckindustrie.

Dadurch, dass British Columbia sich zu einer sehr stark expandierenden Minenprovinz entwickelt, für Investoren kein Länderrisiko darstellt und über eine hohe Dichte an aufstrebenden Minengesellschaften verfügt, so sollte man diese Provinz als interessierter Anleger auf seinem Radar haben. Wir vom Miningscout werden die Entwicklung dieser höchst interessanten Region auf jeden Fall weiter verfolgen.