Der Silberpreis hat sich in den vergangenen rund eineinhalb Monaten sehr positiv entwickelt. Aus einer Unterstützungszone um 26,07/26,77 Dollar hat der Kurs der Feinunze des Edelmetalls eine steile Aufwärtsbewegung hingelegt. Ging es zunächst noch gemächlich zu, so hat der Silberpreis-Aufschwung seit Mitte August reichlich an Schwung gewonnen. Breaks über wichtige charttechnische Hürden bei 28,35/28,45 Dollar und unterhalb von 29,13 Dollar sowie der Zone 29,90/29,98 Dollar waren dabei charttechnische Meilensteine.

Zwischenzeitlich hat Silber große Teile des Wegs zum Jahreshoch bei 37,50 Dollar geschafft. In der vergangenen Woche wurden bis zu 34,94 Dollar für die Silberunze notiert, allerdings ist derzeit noch unklar, ob die Hürde um 34,42/34,52 Dollar nachhaltig überwunden werden kann. Gelingt das, wäre das Jahreshoch ein mögliches nächstes Kursziel. Rutscht der Silberpreis dagegen unter das Tagestief vom Freitag bei 34,29 Dollar, käme eine massivere Korrektur in Frage, wobei allerdings um 33,83 Dollar und unterhalb von 33,29 Dollar erste kleinere und größere Supports zu sehen sind.

Verantwortlich für die Kursrallye sind vor allem die jüngsten Entscheidungen von Notenbanken, die Konjunktur weltweit weiter zu stimulieren. Im Fokus steht dabei in erster Linie die Absicht der US-Notenbank Fed, weiter mit der Politik des sogenannten Quantitative Easing fortzufahren. Für das konjunktursensitivere Edelmetall Silber könnte dies eine besondere Unterstützung bei der Nachfrageentwicklung bedeuten.