Die globale Wirtschaftskrise und der schwierige Markt für Projektfinanzierungen machen vor der Rohstoffindustrie natürlich keinen Halt. Vor allem große Unternehmen kürzen ihre Investitionen. Doch der Rückschlag ist in vielen Gegenden der Welt kleinerer Art, so zum Beispiel in Kanada. Hier gehen die Explorationsarbeiten weiter, allerdings mit einer langsameren Geschwindigkeit als bisher erwartet.

Während in dem nordamerikanischen Land der Explorationsprozess im Northwest Territories einen Reifeprozess durchläuft, gehen die Wachstumsaussichten auf zwei andere Gebiete zurück.

Zum einen ist dies Nunavut, das nördlichste der kanadischen Territorien und durch viele Inseln geprägt. In einem aktuellen Ausblick des Conference Board of Canada wird davon ausgegangen, dass die Bergwerksindustrie ihr Wachstum hier in den kommenden Jahren sogar beschleunigen kann. Bis 2016 soll es prozentual einstellige Zuwächse geben, ab 2016 sollen diese zweistellig ausfallen. Im vergangenen Jahr wurde in Nunavut mehr als eine halbe Milliarde Dollar investiert.

Die zweite Region, auf der die Wachstumshoffnungen des traditionsreichen Bergbaulandes ruhen, ist das im äußersten Nordwesten liegende Territorium Yukon. Der östliche Alaska-Nachbar könnte in diesem Jahr zwar rückläufige Investitionen in der Minenindustrie verzeichnen. Dennoch rechnen Experten damit, dass von 2013 bis 2020 im Schnitt mehr als 10 Prozent Wachstum zu verzeichnen sein werden. Bodenschätze werden damit ein wichtiger Faktor für die wirtschaftliche Entwicklung der Region sein.