Der Andenstaat Ecuador gehört trotz bemerkenswerter Rohstoffvorkommen zu den Armenhäusern Südamerikas. Um die Wirtschaft in Schwung zu bekommen, hat die Regierung um den Präsidenten Raffael Correa unter anderem die Rohstoffbranche in den Blick genommen. Stark ist das Land bisher bereits beim Erdöl, das große Teile der Exporterlöse einbringt – aber Ecuador auch vom Ölpreis extrem abhängig macht. Nun will Correa ausländische Investoren in das Land locken, um so die Abhängigkeit vom Rohöl zu mindern.

Bisher sind die Erfolge der „Lockrufe“ an die internationalen Bergbauinvestoren durchaus bescheiden, obwohl die Voraussetzungen von Seiten der Bodenschätze her gut sind. Das Land verfügt über reiche Vorkommen unter anderem an Gold und Kupfer, kommt dennoch bisher nicht recht voran. Gespräche mit Kinross Gold ziehen sich hin. Ein erster milliardenschwerer Coup ist aber bereits gelungen. Ein chinesischer Investor will 1,4 Milliarden Dollar in ein Kupferprojekt stecken. Weitere derartige Bergbaudeals sollen folgen.

Um die Entwicklung zu beschleunigen, plant die Regierung um Correa nun umfangreiche Reformen für die Minenindustrie. Entsprechende Vorhaben sollen in wenigen Wochen abgeschlossen werden, ist aus Regierungskreisen in Ecuador zu hören. So soll der Weg bereitet werden, um die Branche mit ausländischen Milliarden auch in Ecuador endlich in Schwung zu bringen.