Der Platinmarkt bleibt in Bewegung. Der Rohstoff hat im laufenden Monat bisher fast 6 Prozent zulegen können und agiert damit klar besser als die meisten anderen Rohstoffe. Mussten am Sportmarkt am Monatsanfang 1.407 Dollar bezahlt werden, waren gestern fast 1.490 Dollar zu zahlen.

Die größten Förderer von Platin sind Russland und Südafrika. Mehr als 70 Prozent der Förderung wird am Kap getätigt. Doch dort gibt es derzeit eine Reihe von Problemen. So schließt eine Gesellschaft eine Mine, andere Unternehmen plagen Sicherheitsprobleme in ihren Anlagen. Gewerkschaften rufen ihre Mitglieder zum Streik auf. So soll einerseits die Sicherheitslage verbessert werden, andererseits wollen die Gewerkschaften möglichen Entlassungen entgegnen. All dies drückt auf die Produktion. Gewerkschaften, Produzenten und auch die Regierung wollen in den kommenden Tagen in Gesprächen die Situation beleuchten und nach Lösungen suchen. Der Markt fürchtet jedoch Engpässe. Dabei sah die Situation jüngst noch anders aus: Anfang März kostete Platin mehr als 1.700 Dollar, danach setzte eine Talfahrt ein.

Platin wird immer mit dem Zustand der Weltwirtschaft in Verbindung gebracht. Läuft diese gut, steigt der Preis, ist diese in einer schlechten Verfassung, fällt der Kurs. Die aktuellen Anzeichen von der New York Mercantile Exchange deuten an, dass Investoren Vertrauen in das Metall haben. Dort sorgen zahlreiche Long-Positionen für steigende Kurse.