Die Zahlen für das abgelaufene Geschäftsjahr von Petropavlovsk waren am Markt nicht gut angekommen. In der Folge hat das Papier rund 37 Prozent verloren. Für die UBS ist dieser Kurssturz völlig übertrieben. Sie sehen den derzeit schwachen Kurs als Einstiegschance an. Entsprechend geben sie eine Kaufempfehlung für die Aktien des Goldförderers ab. Bisher stand ihr Rating auf „neutral“. Gleichzeitig wird das Kursziel jedoch von 650 Pence auf 630 Pence verringert.

Bei diesem Schritt spielen die derzeit steigenden Kosten eine Rolle. Diese werden vermutlich den Gewinn des laufenden Jahres drücken. Gingen die Analysten bisher für 2012 von einem Gewinn je Aktie von 1,34 Dollar aus, so liegt die neue Schätzung bei 1,04 Dollar. Mit dieser Einschätzung sind die Schweizer sehr vorsichtig, der Markt ist deutlich optimistischer. So liegt der Konsens beim Gewinn je Aktie bei 1,54 Dollar.

Der drittgrößte Goldproduzent in Russland erwartet im laufenden Jahr eine Goldförderung von 680.000 Unzen, diese Prognose wurde jüngst bestätigt. Die Analysten der UBS prognostizieren dagegen 702.000 Unzen. Diese optimistischere Prognose wird mit steigenden Kapazitäten und höheren Mineralisierungsgraden begründet.

Wie unterbewertet das Papier der Russen derzeit ist, zeigt ein Blick auf die Bewertung. Das KGV 2012e liegt bei 5,4. Der Goldsektor hat ein KGV 2012e von 11,9. Damit hat der Kurs klares Aufwärtspotenzial.