Die Zahlen zum ersten Quartal von Xstrata werden von den Analysten der UBS als enttäuschend gewertet. Gründe dafür gibt es viele. So sind die Kohlepreise zu niedrig, gleichzeitig steigen die Kosten an. All dies drückt auf die Margen. Die Experten reagieren und reduzieren ihre Gewinnschätzung je Aktie für 2012 um 21 Prozent auf 1,51 Dollar. Der Konsens liegt bei 1,76 Dollar. Für 2013 verringern die Schweizer ihre Gewinnprognose für den Rohstoffkonzern von 1,91 Dollar auf 1,43 Dollar und bleiben damit klar unter dem Marktkonsens von 2,06 Dollar. Diese schlechtere Einschätzung hat Einfluss auf das Rating. Die Kaufempfehlung entfällt, es gibt von der UBS nur noch das Votum „neutral“ für die Aktien von Xstrata. Das Kursziel wird dabei von 23,75 Dollar auf 17,39 Dollar reduziert. Trotzdem sehen die Analysten eine Reihe von attraktiven Aspekten rund um Xstrata. So ist die Wachstumspipeline gut gefüllt. Sorge bereitet dagegen der Rohstoffmix, beispielsweise der starke Fokus auf Kupfer.

Die Aktie von Xstrata hat zuletzt von einem verstärkten Interesse aus Katar profitiert, dort haben Investoren ihren Anteil von weniger als 3 Prozent im Januar auf 8,7 Prozent ausgebaut. Das ließ den Kurs klar ansteigen, die Vergleichsgruppe wurde klar übertroffen.

Die Abstufung von Xstrata hat Auswirkungen auf das Standing der Glencore-Aktie, da es zwischen den beiden Konzernen zu einer Fusion kommen soll. Entsprechend wird auch Glencore auf „neutral“ abgestuft, zuvor gab es eine Kaufempfehlung. Das Kursziel fällt von 475 Pence auf 400 Pence zurück. Dabei wird die Gewinnerwartung bestätigt. 0,69 Dollar sollen es 2012 sein, der Konsens liegt bei 0,71 Dollar. Lob gibt es aber auch für Glencore. Die Analysten halten die Gesellschaft für das dynamischste Unternehmen im Minensektor der EU. Das unsichere wirtschaftliche Umfeld könnte dennoch seine Spuren hinterlassen. Die Fusion mit Xstrata sollte dagegen neues Potenzial für den Kurs bringen.