2011 liegt der durchschnittliche Preis je Unze Silber bei 35,12 Dollar. Dies ist ein neuer Rekordwert. Damit hat sich der Kurs seit 2009 mehr als verdoppelt. Damals musste im Schnitt ein Preis von 14,67 Dollar je Unze für Silber bezahlt werden. Dabei kann man 2011 nicht von einem Angebotsdefizit sprechen, wie der aktuelle „World Silver Survey“ deutlich macht. Angebot und Nachfrage halten sich die Waage, beide liegen bei 1,04 Milliarden Unzen Silber. 2010 lag der Wert bei 1,07 Milliarden Unzen.

Beim Angebot hat sich die Minenproduktion um rund 10 Millionen Unzen auf 761 Millionen Unzen Silber erhöht. Das Angebot aus Silberschrott steigt von 229 Millionen Unzen auf 257 Millionen Unzen an. Kaum ins Gewicht fallen Silberverkäufe von Regierungen und die Hedgingaktivitäten der Produzenten. Bei der Nachfrage liegen die industriellen Anwendungsbereiche unverändert vorne. In diesen Bereich gehen 487 Millionen Unzen Silber (2010: 500 Millionen Unzen). Die Schmuckindustrie benötigt 160 Millionen Unzen Silber (2010: 167 Millionen Unzen). Für Münzen und Medaillen werden 118 Millionen Unzen (2010: 99 Millionen Unzen) benötigt.

Wie eine Studie des Silberinstituts deutlich macht, ist auch 2011 Mexiko der größte Produzent von Silber. Auf den Plätzen folgen Peru, China, Australien und Chile. Die Cashkosten je Unze in den Förderländern sind auf 7,25 Dollar gestiegen. Vor allem die Arbeit wurde teurer, belastend wirken sich jedoch auch niedrigere Mineralisierungsgrade aus. Die stark gestiegenen Preise lassen die Profitabilität dennoch nach oben schnellen.