Die Entwicklung des Kupferpreises im laufenden Jahr ist nicht gerade ein Höhepunkt der Börsengeschichte. Weite Teile des ersten Quartals hat sich die Notierung seitwärts bewegt, im April geht es bisher nach unten. Von den Gewinnen aus dem Januar ist als Folge daraus nicht mehr viel übrig geblieben. Ob die neuesten Nachrichten zur Kupferproduktion dies ändern, bleibt abzuwarten.

Nach Abschluss des ersten Quartals scheint festzustehen, dass die Kupferförderung in der ersten Hälfte dieses Jahres tendenziell eher zurückgehen wird. Zumindest deuten darauf Aussagen von Xstrata und Rio Tinto hin. Die Förderer haben zum Teil mit Wetterproblemen zu kämpfen. Hinzu kommen geringere Kupfermineralisierungen, die derzeit auf großen Projekten gefördert werden. Das schränkt das Angebot an Kupfer ein und dürfte auch in den kommenden Wochen die Angebotsseite weiter belasten.

Doch der Zustand ist temporärer Natur. Bei Rio Tinto und Xstrata rechnet man damit, dass man in der zweiten Jahreshälfte wieder höher mineralisierte Kupfererze abbauen wird. Das sollte die Förderung des wichtigen Industriemetalls im zweiten Halbjahr wieder nach oben bringen. Für den Kupferpreis könnte das dann im weiteren Jahresverlauf zu einem Problem werden, falls sich bei den wirtschaftlichen Aussichten bis dahin nicht eine Verbesserung zeigt. Er könnte dadurch weiter unter Druck geraten.