Lagerstätte ist ein Begriff aus der angewandten Geologie und dem Bergbau für bestimmte Bereiche der Erdkruste, in denen sich natürliche Konzentrationen von festen, flüssigen oder gasförmigen Rohstoffen befinden, deren Abbau sich wirtschaftlich lohnt (bauwürdige Lagerstätte), oder in der Zukunft lohnen könnte (nutzbare Lagerstätte). Natürliche Anhäufungen von nutzbaren Erzen, Mineralien und Gesteinen, deren Abbau unwirtschaftlich ist, nennt man Vorkommen.

Aus der Geologischen Sicht ist eine Lagerstätte ist die Gesamtheit aus dem eigentlichen Mineralkörper, Nebengestein, Deckgebirge und Liegendem (tw. ohne Deckgebirge)

Weitere sehr gute Informationen findet man hier:

http://www.mineralienatlas.de/lexikon/index.php/Lagerst%C3%A4tte

Der Bergmann unterscheidet zwischen flözartigen, massigen und gangartigen Lagerstätten

Flözartige Lagerstätten

Flöze bestimmter Mächtigkeit (Dicke) sind durch Sedimentation entstandene Mineralanreicherungen im geschichteten Gebirge, die durch eine klare Begrenzung nach unten (Liegendes) und nach oben (Hängendes) charakterisiert sind. Flöze können durch gebirgsbildende (tektonische) Vorgänge aus ihrer ursprünglichen horizontalen Lage steilgestellt (Einfallen) und zerrissen (Sprunge, Verwerfungen) werden. Kohlen-, Salz- und Erzlagerstatten können in Form von Flözen vorkommen.

Mässige Lagerstätten

Lagerstätten mit großer Ausdehnung in horizontaler und vertikaler Ebene werden als massig bezeichnet. Sie können durch Sedimentation, magmatische Vorgänge oder Gebirgsmetamorphose (Umwandlung bestehender Sedimente oder magmatischer Gesteine) entstanden sein. Fast alle mineralischen Rohstoffe sind in solchen Lagerstätten zu finden.

Gangartige Lagerstätten

Haben sich Mineralansammlungen in tektonischen Spalten des Gebirges durch Zufluß von Lösungen oder durch magmatische Vorgänge gebildet, werden diese Lagerstätten als Gänge bezeichnet. Sie können in ihrer Mächtigkeit und in der streichenden Erstreckung (Langenausdehnung) erheblich variieren. Auch hier wird von einem Einfallen gesprochen, wenn der Neigungswinkel des Ganges zur Horizontalen gemeint ist.

Marine Lagerstätten

Eine besondere Lagerstättenart bilden die marinen Vorkommen mineralischer Rohstoffe. Diese Ausfallungs- bzw. Anreicherungsprodukte aus der ursprünglichen Wasserlosung können als hydrothermale oder submarin-exhalative Metallvorkommen (Erzkrusten, Manganknollen), als Phosphorite und als Seifenvorkommen auftreten.

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Die räumliche Verteilung der Lagerstätten ist eng mit den globalen plattentektonischen Strukturen verknüpft. Bedeutende Vorkommen magmatischer Erze zeigen die Zonen, an denen Platten konvergieren oder divergieren.

An Grabenbrüchen entstehen oft durch Aufstieg heißen Magmas salzartige Laugen, aus denen Buntmetalle als Sulfide bzw. Oxide ausgefällt werden. In den untermeerischen Riftgebirgen dringt durch Spalten Wasser ins Gestein, das dann, mit Mineralien angereichert, an kleinen Vulkanschloten („Black Smokers“) wieder austritt. Pyrit, Kupferkies, Zinkblende, Chromit und viele weitere Erze werden dabei abgelagert, aber auch Manganknollen entstehen dort.

In Subduktionszonen führt das Aufschmelzen der subduzierten ozeanischen Platte, dem obersten Erdmantel oder der angrenzenden kontinentalen Kruste zur Anreicherung zahlreicher Erze. Die Abscheidung der verschiedenen Lagerstättentypen er-folgt nach Metallgruppen in gürtelförmiger Anordnung innerhalb des magmatischen Bogens mit wachsendem Abstand von der konvergierenden Plattengrenze:

Fe, Cu, Mo, Au -> Cu, Pb, Zn, Ag -> Sn, W, Ag, Bi

Diese findet man auch in den unteren Stockwerken junger Faltengebirge, hervorgerufen durch magmatische Intrusionen und Metamorphiten.

Auf den weitgehend stabilen Kontinentalbereichen dagegen bilden sich überwiegend sedimentäre Lagerstätten, wie etwa Seifen oder Kohlen-, Salz- und Erdgas- / Erdöllager in den Senken großer Tafeln und auf dem Schelf.

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