Massive Kapitalabflüsse aus Gold-ETFs, höhere Einfuhrzölle im wichtigen „Goldland“ Indien und ein Aufschwung in der US-Wirtschaft haben im letzten Jahr zum Preisverfall des gelben Metalls beigetragen. Vielleicht noch schlechter für die Goldpreis-Entwicklung war allerdings die schlechte Presse im Jahr 2013, hier war nahezu etwas von einer Endzeitstimmung zu spüren und von vielen Seiten wurde das Ende der Goldpreis-Ralley, je sogar das Ende von Gold als „sicherer Hafen“ verkündet.

Teilweise schien es so, als sei die schlechte Stimmung mit Absicht in den Markt getragen, damit sich einige große Unternehmen günstig mit Gold eindecken können. Aber wir wollen hier niemandem etwas unterstellen…


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Bleiben Sie bitte trotzdem kritisch, wenn plötzlich eine Aktie, eine Währung oder rein Edelmetall über den grünen Klee in den Himmel gelobt wird oder aufs schärfste verteufelt wird…es gibt immer zwei Seiten einer Medaille und an den Märkten ist immer alles möglich, sogar das Gegenteil.

Entgegen dem Trend des weiteren Goldpreis-Verfalls haben sich einige Größen der Rohstoffszene geäußert…und zwar Menschen, die in den Rohstoff-Märkten viel Geld verdient haben.

  • Mark Faber: „Es gibt jede Menge negativer Stimmung und negativer Kommentare über Gold, aber tatsächlich kaufen einige Staaten gerade massiv physisches Gold, allen voran China. China wird dieses Jahr vermutlich ca. 2600t Gold kaufen, das ist mehr als die weltweite Jahresproduktion. Deshalb glauben wir, dass der Goldpreis seinen Boden ausbildet und wir in Zukunft wieder höhere Goldpreise sehen werden.“
  • Brent Johnson (CEO von Santiago Capital), empfahl den CNBC Zuschauern „Gold zu kaufen, falls Sie an Mathematik glauben…langfristig wird der Goldpreis für einige Jahre auf 5000USD/ Unze steigen. Falls die Nationalbanken weiterhin Geld mit der aktuellen Geschwindigkeit Geld drucken, könnte es auch noch höher gehen. Ich glaube an einen langsamen, stetigen Preisanstieg mit einigen größeren Preissprüngen nach oben.“
  • Jim Rogers, (Milliardär und Mitgründer von Soros Quantum Fund), gab im November öffentlich zu Protokoll, dass er niemals Gold verkauft hätte und sich auch nicht vorstellen könnte, jemals in seinem Leben Gold zu verkaufen, da er Gold als eine „Versicherung“ ansehen, falls die Kapitalmärkte zusammenbrechen.
  • George Soros scheint sein Interesse am Goldsektor wiederentdeckt zu haben: Vor kurzen erwarb es einen substanziellen Anteil an Vectors Gold Miners ETF an behielt seine Kaufoptionen für Barrick Gold.
  • Don Coxe, ein weltweit geschätzter Rohstoff-Stratege, sagt, wir können auch dann mit einem steigenden Goldpreis rechnen, wenn sich die Wirtschaft erholt. „Sie brauchen Gold als Absicherung, aber diesmal kommt der Zahltag, wenn sich die Weltwirtschaft erholt. In der Vergangenheit schossen die Edelmetallpreise dann in die Höhe, wenn alles andere fiel. In den großen Wirtschaftskrisen der 70er stiegt der Goldpreis von 35USD/Unze auf 850 USD. Diesmal startet die Rally, wenn das Wirtschaftswachstum der USA über 3% steigt.
  • Jeffrey Gundlach, Bond-Experte und bislang nicht als Gold-Fan bekannt, bekannte zuletzt „So langsam fange ich an, Gold zu mögen“. Es korreliert weitestgehend nicht mit den anderen Asset-Klassen die sie vermutlich in ihrem Depot haben und ist zur Zeit außerdem relativ preiswert.
  • Steve Forbes, Chef des Forbes Magazins, sprach bei einem Termin in Las Vegas öffentlich von einer Rückkehr zum Gold-Standard. Das Chaos, in welches uns die US-Notenbank und andere Zentralbanken mit dem billigen Papiergeld gestürzt hätten, ist gewaltig und kaum beherrschbar.
  • Rob McEwen, CEO von McEwen Mining und Gründer der Goldcorp, wiederholte seinen Standpunkt, dass Gold eines Tages die 500USD/Unze Marke brechen werde. Die Märkte würden immer strenger reguliert, die Regierungen würden die Größe von Assets beschränken, Währungen regulieren und trotz massiver finanzieller Stimulation bliebe das Wirtschaftswachstum in der westlichen Welt bescheiden. All diese Fakten stimmten ihn „bullish“ für Gold und er erwartet eine baldige Preissteigerung.
  • Doug Casey sagt, dass Gold nicht mehr wie im Jahre 2001 ein „Giveaway“ ist, aber auf dem aktuellen Preisniveau trotzdem noch günstig. Er kaufe seit Jahren Gold und würde dies weiterhin tun. Er sei sehr glücklich, Gold jetzt auf diesem Preisniveau kaufen zu können, denn das sogenannte „Quantitativ easing“, also das immense Drucken von Papiergeld, würde mittelfristig erst noch Blasen erzeugen. Eine dieser Blasen könnte im Goldmarkt entstehen, für Gold-Aktien sei er sogar noch positiver gestimmt.

Neben diesen Einzelpersonen gibt es die Währungshüter in den jeweiligen Zentralbanken. Einige Staaten haben schon im letzten Jahr ihre Goldbestände deutlich aufgestockt.

  • Die Türkei hat allein im November 2013 13 Tonnen Gold gekauft. Über das gesamte Jahr 2013 waren es 143.6 Tonnen
  • Russland stockte seine Bestände im Jahr 2013 um 57,3 Tonnen auf, davon allein 19 Tonnen im Juli und August. Damit hält Russland inzwischen die achtgrößten Goldreserven der Welt.
  • Südkorea erwarb im Februar 2013 20Tonnen Gold und halt nun 23,7% mehr Goldreserven als noch Ende 2012. Gold sei ein wirklich sicheres Anlageinstrument und hilfreich, um Risiken, die durch das weltweite Finanzsystem ausgehen abzupuffern
  • Auch Kasachstan, Aserbaidschan, Sri Lanka und die Ukraine haben ihre staatlichen Goldreserven in 2013 aufgestockt.
  • China: Obwohl es keine offizielle Stellungsnahme seitens der chinesischen Zentralbank gab, zeigt das folgende Schaubild, dass China im letzten Jahr Indien als weltgrößten Absatzmarkt für Gold abgelöst hat. Da Gold die Fähigkeit hätte externe ökonomische Schockwellen abzumildern, is es aus Sicht der chinesischen Zentralbank wünschenswert, dass Gold im internationalen Währungssystem ein noch größere Rolle spielt.

Goldnachfrage nach Ländern (Quelle: World Gold Council / Casey Research)

Und obwohl sich die Banken fast durchgehend negativ zu Gold geäußert hatten, haben einige von ihnen scheinbar ihre Meinung geändert…

  • Goldman Sachs scheint zum Gold ein zwiespältiges Verhältnis zu haben. Während man den Kunden dazu riet, Gold zu verkaufen und in Staatsanleihen zu investieren, hat die Bank selbst 3,7 Millionen Anteile des SPDR Gold Trust ETF (GLD) erworben. Und als Venezuela bekannt gab, einen Teil seiner Goldreserven zu verkaufen um Devisen zu erhalten, wurde diese Transaktion über Goldman Sachs abgewickelt. Auch wenn Goldman Sachs für 2014 weiter fallende Goldpreise vorhersagt, so hat die Glaubwürdigkeit aufgrund der Transaktionen stark gelitten. Es ist eher darauf zu achten, wie Goldman Sachs wirklich am Goldmarkt agiert und weniger, was Goldman Sachs zum Thema Gold propagiert.
  • Société Générale Stratege Albert Edwards sieht den Goldpreis langfristig bei mehr als 10,000 USD/Unze und fallende Aktienmärkte sowie Staatsanleihen mit einer Rendite von weniger als 1% JPMorgan Chaseempfielt seinen Kunden, sich für einen Re-Bound im Goldmarkt bereit zu machen. Sinkende Ausgaben für die Exploration, hohe Förderkosten und eine wachsende Nachfrage an physischem Gold seitens China und Indien wären der Nährboden für steigende Goldnotierungen.
  • Sunil Kashyap von ScotiaMocatta bemerkte, dass es trotz des jüngsten Ausverkaufs immer noch eine signifikante physische Nachfrage nach Gold, besonders aus Indien und China, gäbe, was den Goldpreis unterstützen würde.
  • Die Commerzbank sieht für 2014 den Beginn einer neuen Goldhausse. Auf Basis der Nachfrage aus Asien, insbesondere China und Indien, erwartet das Geldinstitut einen Goldpreis von mindestens 1400 USD/Unze zum Jahresende. Bank of America Merrill Lynch hat trotz der Vorhersage von niedrigeren Goldpreisen für 2014 sein “Long-term bullish” Rating für Gold bekräftigt.
  • Tom Fitzpatrick, Chartspezialist derCitibank sieht den Goldpreis wieder in einem intakten Aufwärtstrend, der bis ca. 3500 USD/Unze laufen könnte. „Wir glauben, dass Gold wieder auf dem richtigen Weg zu neuen Höhen ist und Gold die “feste Währung der Wahl” bleibt. Ferner erwarten wir, dass sich dieser Aufwärtstrend im Laufe der Zeit beschleunigt.“

Keiner dieser Analysten glaubt, dass der Bullenmarkt für Gold bereits vorbei sei. Sie machten sich viel mehr Sorgen über einen sicheren Hafen in unsicheren Zeiten und sehen ein gewaltiges Aufwärtspotenzial.

Ich persönlich denke, dass es keine Frage ist, ob Gold eine nächste Preisralley startet, sondern nur eine Frage der Zeit ist. Im letzten Jahr konnte durch gezielte Verkäufe der Preis gedrückt werden, aber mit einer weiter steigenden physischen Nachfrage wird sich das aktuelle Preisniveau nicht langfristig halten können und ein weiterer Anstieg folgen.

(Quelle: www.marketoracle.co.uk)

Ihr Manuel Giesen