Der Blick auf den Silberpreis könnte für Investoren nach dem tiefen Kursverfall des Edelmetalls lohnen. Noch ist es nicht sicher, aber eine Trendwende könnte bevor stehen. Jüngst konnte sich der Feinunzenpreis des Rohstoffes auf ein Mehrwochenhoch erholen, es ging von 18,21 Dollar auf bis zu 20,29 Dollar nach oben. Doch der Blick auf den Chart zeigt, dass sich in den vergangenen Tagen und Wochen am Bereich unterhalb von 20,29 Dollar ein hohes Hindernis aufgetürmt hat.

Der Silberpreis muss über diese Hürde rüber, um neue Perspektiven zu entwickeln. Die könnten es dann aber in sich haben, denn es wäre zumindest für den kurzfristigeren Zeithorizont eine abgeschlossene Bodenbildung. Nach dem Preisabsturz von 35,39 Euro seit Oktober 2012 bzw. von 49,82 Dollar seit April 2011 könnte sich hier technisch größeres Potenzial für eine Gegenreaktion aufgebaut haben. Kurz gesagt: Der Markt hätte dann mit seiner Skepsis übertrieben und müsste das korrigieren.

Ein solches Kaufsignal wäre auch eine wichtige Stütze für Silberaktien. Das gilt vor allem für solche Unternehmen, bei denen es operativ gut läuft. Von einigen Gesellschaften der Branche kommen derzeit solch positive Nachrichten.

Zum Beispiel vom Silber-Junior Southern Silver Exploration. Das Unternehmen besitzt bislang sämtliche Anteile am mexikanischen Projekt „Cerro Las Minitas“, der Rohstoffriese Freeport-McMoRan Copper & Gold kann im Rahmen des Joint Ventures allerdings bis zu 70 Prozent an der hoch interessanten Liegenschaft erwerben. Jüngste Bohrungen von Freeport-McMoRan über eine Gesamttiefe von 3.445 Metern haben sehr erfreuliche Silbermineralisierungen ans Tageslicht befördert, ebenso von Beiprodukten wie Blei, Kupfer und Zink. Im Jahresverlauf sollen weitere Explorationsarbeiten auf „Cerro Las Minitas“ stattfinden, auf deren Ergebnisse man jetzt bereits gespannt warten sollte.

Quartalszahlen standen dagegen bei Endeavour Silver im Fokus. Der Umsatz der Gesellschaft ist auf Quartalsbasis um 76 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum auf 71,3 Millionen Dollar geklettert – ein Rekord für die Gesellschaft. Basis hierfür war ein deutlicher Anstieg der Gold- und Silberförderung, die das kanadische Unternehmen erreicht hat. Die Preisrückgänge wurden dadurch mehr als ausgeglichen. Knapp 1,79 Millionen Unzen Silber wurden verkauft, zudem 25.477 Unzen Gold. Im Vorjahresquartal waren es lediglich knapp 1,08 Millionen Unzen Silber sowie 5.650 Unzen Gold.

Produktionszahlen standen bei SilverCrest Mines und Coeur Mining auf der Agenda. Die Zahlen, die die beiden Gesellschaften vorgelegt haben, sind ebenfalls erfreulich.

So ist SilverCrest Mines bei der Förderung auf Rekordkurs. Im zweiten Quartal hat das kanadische Unternehmen die Silberproduktion um 26 Prozent auf einen Rekordwert von 0,194 Millionen Unzen erhöht. Der Anstieg bei der Goldförderung fiel mit 3 Prozent auf 7.463 Unzen nicht so spektakulär aus. In Silber-Äquivalent meldet SilverCrest Mines für das zweite Quartal einen Zuwachs um ein Fünftel auf knapp 0,666 Millionen Unzen gegenüber dem Jahresauftaktquartal.

Ein deutliches Förderplus meldet auch die US-Company Coeur Mining. Im zweiten Quartal hat man konzernweit 4,633 Millionen Unzen Silber und 60.757 Unzen Gold gefördert. Die Vergleichszahlen aus dem ersten Quartal liegen bei 3,835 Millionen Unzen Silber sowie 56.913 Unzen Gold. Der Zuwachs geht vor allem auf höhere Zahlen beim Palmarejo-Projekt von Coeur Mining in Mexiko zurück.