Gesellschaftsentwicklung und Joint-Venture-Vertrag

Medgold Resources entstand im Dezember 2012 aus der Übernahme der Privatgesellschaft Medgold Resources durch die börsennotierte Emerick Resources Corp. (TSX-V: ERC.H). Nach der Verschmelzung wurde die Gesellschaft auf Medgold Resources umbenannt und firmiert seitdem an der kanadischen Börse unter dem Kürzel MED. Man fokussierte sich fortan auf Projekte im europäischen Raum. Ein zwischenzeitlich verfolgtes Projekt in Portugal wurde wieder fallen gelassen, da es die Erwartungen nicht erfüllte. Seit 2016 besitzt die Gesellschaft 100% der Verfügungsrechte an einem serbischen Goldprojekt. In Serbien wird Medgold Resources Ltd. durch ihre 100%ige Tochter Medgold Istrazivanja d.o.o. als Explorationsgesellschaft vertreten.

Im Juni 2016 schloss Medgold Resources mit Fortuna Silver Mines eine Optionsvereinbarung ab, die es Fortuna Silver Mines ermöglicht, bis zu 70% am ‚Tlamino`-Projekt zu erwerben. Dafür ist in Abschnitten ein Explorationsaufwand in Höhe von 8 Mio. CAD seitens Fortuna Silver zu leisten sowie eine vorläufige Wirtschaftlichkeitsstudie (PEA) im Gesamtzeitraum von 6 Jahren zu erstellen.

Goldprojekt Tlamino

Bestehend aus 2 Konzessionsgebieten mit insgesamt rd. 192 km² liegen die Projektareale im südöstlichen Teil Serbiens, rd. 30 km von der Stadt Bosilegrad entfernt. Das Projekt ist über öffentliches Straßennetz und Forststraßen sehr gut erreichbar. Energieversorgung ist über eine in der Nähe produzierende Blei-Zinkmine gewährleistet.

Abb1: Lageplan des Projektes in Serbien, Quelle: Medgold Resources

Das Tlamino Projekt besteht aus 2 Konzessionsgebieten, die die Teilprojekte Karamanika und Barje-Liska beherbergen, die aktuell und aktiv vom Joint-Venture Partner Fortuna Silver Mines auf deren Kosten exploriert werden.

Abb2: Lagen der Projektteile Karamanica und Barje auf Tlamino, Quelle: Medgold Resources

Auch wenn die Gebiete in den 50er Jahren, damals noch Jugoslawien, auf Blei und Zink untersucht wurde, so fanden vor Medgold Resources noch keine Explorationen mit modernen Methoden statt, die dem Boden die wahren Schätze entlockten.

Seit dem Jahr 2016 wurden auf diesen Konzessionsgebieten alle für Bohrungen vorbereitenden Maßnahmen getroffen wie geophysikalische Messungen, Sammlung von Gesteinsproben und Anlegen von Schürfgräben. Bereits bei den Schürfgräben, angelegt 2017, zeigten sich Funde von 5,6 g/t Au und 105,2 g/t Ag über eine sehr gute Strecke von 84m. Auch auf Barje konnten 2,20 g/t Au und 88 g/t Ag über 52m gemessen werden. Da bereits an der Oberfläche tolle Werte auftraten, so ging das Management berechtigt davon aus, dass der Untergrund noch wesentlich mehr bereithalten könnte und startete im Frühjahr 2018 mit einer ersten Bohrkampagne über 7 Bohrlöcher. Nicht nur, dass alle Bohrkerne Gold und Silber enthielten, so wurde in einem Bohrloch  eine exzellente Strecke von 30,0 m mit 5,45 g/t Au gemessen.

Zielgebiet Barje und Liska

2018 wurde auch noch eine zweite Bohrkampagne auf dem 700m x 250m großen Projektteil Barje gestartet, die die hohen Erwartungen mehr als erfüllte.

  • BAR006: 30,00m mit 5,45 g/t Au und 25 g/t Ag
  • BAR010: 38,20m mit 3,98 g/t Au und 158 g/t Ag, sowie
  • BAR013: 18,60m mit 3,09 g/t Au und 22 g/t Ag

Die in Richtung Westen ausgedehnte Zone endet jedoch exakt an einer Faltungszone, Proben außerhalb dieses Bereiches erbrachten keine verwertbaren Erkenntnisse.

Abb3: geologischer Schnitt in Blickrichtung Westen von Barje, Quelle: Medgold Resources

Die gefundenen Schichten der Mineralisierungen betragen zwischen 10m und 150m, aus denen nach oben führend vereinzelt goldhaltige hydrothermale und verwitterte Quarzvenen aufstreben (siehe obige Grafik).

In unmittelbarer südwestlicher Nähe befindet sich der Projektteil Liska, der bei Felduntersuchungen ähnliche geologische Voraussetzungen aufgezeigt hat.

Die epithermalen sulfidischen mineralischen Vorkommen sind auf beiden Teilzonen eingebettet in Faltungen aus tektonischen Verwitterungsgesteinen.

Abb4: Zielgebiete Barje und Liska, Quelle:Medgold Resources

Es wird daher vermutet, dass bei fortgesetzter Exploration dieses Projektteiles zumindest ähnlich gute Vorkommen entdeckt werden können. Liska besitzt zwar historische Daten aus den Jahren vor 1980, jedoch nur Aufzeichnungen über Zink und Blei, und auch das nur bis in geringe Tiefen.

Zielgebiet Karamanica

Wie in Abbildung 2 ersichtlich gemacht, liegt dieses Areal rd. 2 km westlich von Barje und wurde nach Feldarbeiten und Bodenproben im September 2019 erstmals mit einem Bohrprogramm gestartet. Zusammen mit weiteren Bohrungen auf Liska und Barje sind insgesamt 5.000 Bohrmeter vorgesehen.

Abb5: Lagevermutung nach Induktionsmessungen, Quelle: Medgold Resources

Auch von diesem Projektareal sind historische Daten vorhanden, die aber ebenso nur vage Anhaltspunkte liefern. Jedoch haben die Induktionsmessungen die Vermutungen bei Bodenproben bestätigt, dass auch hier Goldvorkommen lagern könnten.

Zum Zeitpunkt der Unternehmensvorstellung sind noch keine Laborergebnisse vorhanden, über die hier berichtet werden könnte, da die Bohrungen erst Ende Oktober abgeschlossen wurden. Was diese 2,5km x 1,5km große Explorationsfläche bereithalten wird, sollte sich durch die Laborauswertungen in den nächsten Wochen bewahrheiten.

Nächste Meilensteine

Über die kommenden Aktivitäten im Jahr 2020 und darüber hinaus wird aktuell vom Unternehmen noch keine Vorschau geboten. Einziger Anhaltspunkt bietet die vorläufige Wirtschaftlichkeitsstudie PEA, die durch den Partner Fortuna Silver Mines bis zum Jahr 2022 zu erstellen ist, um deren Anteil am Projekt auf 70% erhöhen zu können.

Management

Jeremy Crozier, Präsident und Vorstand

Hr. Crozier ist studierter Geologe mit mehr als 20 Jahre Erfahrung bei unterschiedlichen Gesellschaften und Projekten in Europa, Nordamerika und Afrika. Exzellente Kenntnisse bringt er auch ins Unternehmen aus seinen Erfahrungen im Management von komplexen Mineralprojekten, Ressourcendefinitionen und Mergerverhandlungen ein.

Simon Ridgway, Vorstandsmitglied und Direktor

Er hat bereits Golddepots in Honduras, Guatemala und Nicaragua mit seinen Teams entwickelt. Er ist auch Direktor bei Fortuna Silver Mines, Radius Gold, Volcanic Gold Mines und CROPS Inc., somit ein Mann mit umfangreicher Erfahrung im Bergbau.

Ralph Rushton, Direktor

Geologe mit Abschluss an der Portsmouth Universität in Großbritannien, hat er in den letzten 25 Jahren nicht nur als Geologe für die anglo-American-Gruppe in Südafrika, dem mittleren Osten und Osteuropa gearbeitet, sondern danach auch mit Simon Ridgeway in dessen Unternehmen. Zusätzlich ist er noch bei diversen anderen gelisteten kanadischen Bergbaugesellschaften als Direktor oder Mitarbeiter tätig.

Jeremy J. Martin, Direktor

Auch Jeremy Martin ist promovierter Geologe der Universität von Leicester. Sein Arbeitsgebiet umfasste bislang Südamerika, USA und Europa, wo er jungfräuliche Explorationen bis hin zu Ressourcendefinition und Minenentwicklung leitete. So war er unter anderem Vorstandsmitglied bei Ovoca Gold Plc. und involviert in der Ausformung von 2 Unternehmen, die an der Londoner Börse notiert sind.

David J. Hall, Direktor

Ebenfalls promovierter Geologe mit mittlerweile mehr als 29 Jahren an Erfahrungen mit Explorationsgesellschaften in über 50 Ländern weltweit. Seit seinem Start 1992 als Geologe bei Minorco SA, wo er verantwortlich war für Zentral- und Osteuropa, führte ihn seine Laufbahn über viele namhafte Unternehmen bis nun zu Medgold Resources.

Michael Skead, Direktor

Hält einen Masterabschluss in Explorationsgeologie und ist Mitglied des australischen Institutes für Bergbau und Metallurgie. Einen Großteil seiner bisherigen Erfahrungen hat er in Afrika gesammelt, wo er für die Banro Corporation als Vizepräsident in der demokratischen Republik Kongo tätig war. Für Banro hat er deren Projekte über Exploration bis hin zur Wirtschaftlichkeitsstudie geleitet. Doch auch bei Unternehmen mit Projekten in den USA, Kanada, Mexiko, Namibia und Indonesien sammelte er Erfahrungen für  seine Laufbahn.

Fazit

Das Unternehmen hat sich zum Ziel gesetzt, in unterentwickelten Regionen Europas jungfräuliche aber aussichtsreiche Projekte zu erwerben und zu entwickeln. Mit dem Projekt Tlamino im europäischen Serbien besitzt das Unternehmen exakt ein Projekt, das, mit modernen Methoden exploriert, diese Hoffnungen erfüllen könnte. Zumal das Projekt bereits im Frühstadium der Entwicklung ausgezeichnete Ansätze aufzeigt, aber auch durch Serbien in einem minenfreundlichen Umfeld keine hohen Behördenverzögerungen erwarten lässt.

Dass ein starker Joint-Venture-Partner wie Fortuna Silver Mines die Exploration bis zur ersten Wirtschaftlichkeitsstudie finanziert, ist für das Unternehmen mehr als vorteilhaft, da der gesamte Kapitalaufwand für die Projektentwicklung beim Partner liegt. Was die Aktienstruktur schlank hält und die Brieftasche schont. Natürlich sind bei erfolgreicher Entwicklung 70% an Fortuna Silver Mines abzutreten, aber besser mit 30% an einem erfolgreichen Projekt beteiligt zu bleiben, als mit 100% an einem Riesenprojekt wie Tlamino zu scheitern. Damit hat das Management die richtige Entscheidung getroffen.

Noch ist die Unternehmensgeschichte jung, aber bereits jetzt zeichnet sich ab, dass die Projektwahl gut getroffen wurde, da die bisherigen Ergebnisse für das Potential von zumindest 1 bis 2 wirtschaftlichen Depots sprechen, die sich zu einer Erfolgsgeschichte entwickeln könnten.

Der vorhandene Finanzrahmen des Unternehmens ist für die nächste Zeit vollkommen ausreichend, wodurch sich an der attraktiven Aktienstruktur nur wenig ändern sollte. Mit weiterhin erfolgreicher Exploration könnte der gesamte Projektwert steigen, wovon auch die Aktionäre von Medgold langfristig profitieren sollten. Die Erfolgsgeschichte des Unternehmens insgesamt muss aber erst geschrieben werden, daher sind die kommenden beiden Jahre die spannendsten der bisherigen Entwicklung, denn mit einer Vorwirtschaftlichkeitsstudie ist der erste Gradmesser für die Wertigkeit des Unternehmens erreicht und spätestens dann eine Neubewertung anstehend.