Der Preis für Zink gehandelt am London Metal Exchange (LME) hat sich in den letzten 13 Monaten nahezu verdoppelt. Er befindet sich knapp vor einem 9-Monatshoch. Ein Ende des Preisanstiegs ist aktuell nicht in Sicht, da es Anzeichen für einen andauernden Angebotsrückgang und eine Erhöhung der Nachfrage gibt.

In den letzten Monaten haben weltweit mehrere große Zinkminen geschlossen, unter ihnen auch welche von Glencore, dem weltweit größten Rohstoffhandelsunternehmen. Zudem sollte die Nachfrage nach dem Rohstoff vor allem aus China nach den Neujahrsfeiertagen wieder anziehen, was ebenfalls steigende Preise zur Folge haben dürfte.

Das Zinkangebot am Londoner Metal Exchange sank in den letzten Tagen erstmals seit 2008 unter 200 000 Tonnen, halb so hoch wie in den letzten vier Monaten. Dies entspricht aktuell weniger als einer Wochenproduktion.

Ivan Szpakowski, Chief Investment Officer bei Academia Capital, einem Rohstoff US Hedge Fund glaubt noch nicht an ein Ende des Preisanstieges. „Es gibt noch einiges an Kapital, das in den Markt fließen kann.“, so der CIO.

Das gesunkene Angebot führte gleichzeitig zu einem deutlichen Rückgang der Veredelungspreise. Der Preis, den Zinkveredeler erhalten, ist aktuell auf einem historischen Tief von etwa USD 30 pro Tonne gesunken.

Daniel Morgan, Analyst bei UBS in Sydney, sagt: „Gewinner sind die, die das Produkt abbauen; die großen diversifizierten Minenunternehmen. Verlierer sind die Zinkveredeler, welche sich nun um die Weiterverarbeitung des reduzierten Angebots streiten müssen.“

Glencore und Teck Resources gehören unter anderen zu solche diversifizierten Minenunternehmen, die von andauernden, steigenden Zinkpreisen profitieren könnten.

Kurzsentwicklung Zink LME Rolling (1 Jahr)

Zink Chart März 2017

Quelle: Ariva