Die bedeutende Vancouver Resource Investment Conference in Kanada hat sich auch ausführlich mit dem Thema Explorer beschäftigt. In Vorträgen und Paneldiskussionen wurde die Lage der Explorationsunternehmen beleuchtet, es wurde ein Ausblick auf die Zukunft gegeben und auch der Blick auf die Kurse fehlte nicht.

Dabei wurde deutlich, dass nicht alle Junior Explorer in den vergangenen, oft kritischen Jahren Federn lassen musste. Wer auf die richtige Company gesetzt hatte, konnte auch in diesen schweren Zeiten beachtliche Gewinne einstreichen. Genannt werden dabei von Rick Rule von Sprott US Holdings unter anderem Reservoir Minerals (ISIN: CA7611311019) und Africa Oil (ISIN: CA00829Q1019). Reservoir Minerals ist in den vergangenen drei Jahren von 0,26 CAD auf 5,00 CAD angestiegen. Auch das Plus bei Africa Oil kann sich sehen lassen. Hier legt der Kurs von 0,80 Dollar auf fast 9,00 Dollar zu.

Man sollte diese Ausnahmen jedoch nicht überbewerten. Viele Unternehmen haben ums Überleben zu kämpfen, nicht jeder wird es schaffen. Derzeit wird mehr Geld in den Boden gesteckt, als herausgeholt wird, merkt Peter Spina von Goldseek.com an. Er fordert die Juniors jedoch auch auf, mehr zu tun, als das Überleben zu verwalten. Viele von ihnen sitzen auf gewaltigen Schätzen.

John Kaiser von Kaiser Research fordert den Einsatz neuer Techniken, um neue Möglichkeiten unter Tage zu generieren. Explorer müssen sich seiner Meinung nach auf solche Projekte fokussieren, die auch bei den aktuellen Rohstoffpreisen lukrativ sind. Ältere Projekte, die bei höheren Preisen profitabel gewesen wären, zählen derzeit wenig, da man nicht abschätzen kann, wann die Rohstoffpreise wieder anziehen.

Was vielen Investoren momentan offenbar fehlt, ist Geduld. Man erwartet bereits nach ein oder zwei Bohrungen belastbare Ergebnisse und ausgezeichnete Resultate. Das ist eine falsche Anspruchshaltung, es braucht seine Zeit, um ein Projekt zu entwickeln und die Lagerstätten zu bestimmen und abzuschätzen. Das war früher so und hat sich auch heute trotz der Krisen nicht geändert. Dabei sollten Explorer nicht immer wieder auf alte Lagerstätten setzen und hoffen, dort neue Funde zu machen. Man sollte eigene Wege gehen und neue Gebiete erkunden. Explorer, die sich an diese Regeln halten und die nähere Zukunft überstehen, könnten sich kurstechnisch sehr gut entwickeln. Ein Vervielfacher ist nach überstandener Krise alles andere als ausgeschlossen, so ist in Vancouver immer wieder zu hören.

Gebiete, die den Experten in Vancouver lukrativ erscheinen, sind auf der ganzen Welt zu finden. Einige Namen tauchen immer wieder in Rohstoffkreisen auf, andere Gebiete sind für nicht ganz so informierte Kreise vielleicht eine kleine Überraschung. Heiße Tipps sind demnach nicht nur British Columbia, Ontario (beide in Kanada) sowie Utah und Nevada (beide in den USA) sondern auch Portugal, Spanien und die Türkei. Auf der Liste der Marktbeobachter ganz oben stehen ferner Westafrika, die Mongolei und einige Gebiete in den Anden.